Digitaler Alarm für Hardegser Einsatzkräfte

 

 

Die Alarmierung von Einsatzkräften über Funkmeldeempfänger wird in Hardegsen seit vielen Jahren eingesetzt. Bis zum Jahr 2010 erfolgte diese Alarmierung über das analoge Funknetz, in dem auch der Sprechfunkverkehr abgewickelt wurde. Durch die gemeinsame Nutzung des Funkkanals für die Übermittlung von Nachrichten und die Alarmierung von Feuerwehr und Rettungsdienst waren die Kosten für Aufbau und Unterhaltung des Grundnetzes relativ gering. Diesem finanziellen Vorteil für die Grundlogistik standen jedoch gravierende Nachteile gegenüber. Zum einen ist die Anschaffung der Endgeräte verhältnismäßig teuer und zum anderen musste die Alarmierung mittels langsamer, analoger Technik erfolgen, wodurch der Funkkanal bei größeren Alarmierungen stark belastet wurde. Da in der analogen Technik nicht parallel gearbeitet werden konnte, war eine Übermittlung von Nachrichten bei gleichzeitiger Alarmierung nicht möglich. Eine analoge Alarmierung dauerte zwischen mehreren Sekunden bis hin zu Minuten. Dieses war abhängig von der Anzahl der zu alarmierenden Einsatzkräften und Ortswehren. Bei Großschadenslagen, wie Unwettereinsätzen, konnte dieses zur Folge haben, dass wichtige Nachrichten und Nachforderungen nicht übermittelt werden konnten, da der Funkkanal durch zahlreiche Alarmierungen ausgelastet war.

Im Laufe der nächsten Jahre wird der analoge Sprechfunk gegen ein  digitales Netz ersetzt werden. In diesem Rahmen begannen auch die Vorbereitungen, die analoge Alarmierung auf digitale Technik umzustellen. 2009 viel die Entscheidung auf das POCSAG System und die Planungen für den Aufbau des Grundnetzes begannen. Im Frühjahr 2010 stand das Netz und die Städte und Gemeinden begannen mit der Beschaffung und Installation der Sirenensteuergeräten und Ausgabe der Funkmeldeempfänger (Pager). Die Ausgabe der neuen Empfänger an die Hardegser Einsatzkräfte konnte im Mai 2010 erfolgen. Bei den digitalen Meldeempfängern (DME) handelt es sich um Geräte des Herstellers Swissphone. Durch das große alphanumerisches Display, über das die Alarmempfänger verfügen, kann der Feuerwehrangehörige gleich nach der Alarmierung Stichpunkte über Art, Ort, und Dringlichkeit ablesen. Weiterhin können Aufgrund der großen verfügbaren Anzahl an Alarmadressen die Einsatzkräfte noch gezielter alarmiert werden, so dass je nach Einsatzlage die optimale Anzahl an Feuerwehrleuten vor Ort ist.

 

Digitaler Meldeempfänger des Herstellers Swissphone. Das Gerät verfügt über 12 Alarmadressen mit jeweils 4 Unteradressen. Dadurch können die Einsatzkräfte optimal und gezielt alarmiert werden